Fobello - Vercelli in Piemonte
Der Name dieses Ortes scheint vom Wort “Fo”, das im Sesiatal “faggio” – “Buche” bedeutet, zu kommen. Der Ursprung von Fobello geht auf die erste Hälfte des 14. Jahrhunderts zurück, als die Hirten die Bereitstellung des Viehs vom Sommer auf das ganze Jahr umstellten. Dieser pittoreske Ort besteht aus fast 30 Siedlungen und galt im letzten Jahrhundert als Tourismusort für die Elite, die hier ihre Spuren in den herrschaftlichen Villen zurückgelassen hat. Aber hier sind auch verschiedene berühmte Persönlichkeiten geboren worden, wie z. B. Vincenzo Lancia, Gründer des bekannten italienischen Autohauses.
Fobello ist Teil des Naturparks Alta Valsesia und bietet viele Möglichkeiten zum Bergsteigen: „Alpe Sasso San Giovanni“, „Alpe del Cadone“, „Alpe del Cortese“, „Alpe Solivo“, „Alpe Dorcie“ und den „Colle d’Egua“ entlang der Route der „Grand Tour Des Alpes“ (GTA). Die Pfarrkirche „Parrocchiale di San Giacomo“, die 1931 vollkommen erneuert wurde, war 1545 errichtet und in der Folge von zwei Überschwemmungen 1781 und 1923 zerstört worden. Sie enthält verschiedene kostbare Werke wie Tafelbilder des 16. und 17. Jahrhunderts, einen Chorraum in Einlegearbeit und Glasmalereien. In der Nähe der Kirche befindet sich die antike Gebetsstätte der „Visitazione“, die ein Polyptychon aus dem Jahr 1585 enthält. Dieser kleine Ort beherbergt außerdem auch zwei bedeutende Museen: die ständige Ausstellung des „Puncetto“ und das Herbarium Carestia – Tirozzo.
Die Austellung, die dem „puncetto“ gewidmet ist, hat den Zweck, den Schatz dieser typischen Kunst weiter zu verbreiten und die Arbeit, die von den Frauen des Sesiatals viel Geduld fordert, zu würdigen. Der Abt Antonio Carestia, der in Riva Valdobbia gelebt hat, wo er sein Amt auch ausgeübt hat, hat im Laufe der Zeit verschiedene Pflanzen entlang der Hänge der Penninischen Alpen gesammelt; seine Entdeckungen und Studien über große Anzahl an Spezies heben den Wert der Flora im Sesiatal. Der Abt, der dabei nicht nur die Gräser in Italien unter die Lupe nahm (das größte, das „Grande Erbario“ ist in Turin), sondern auch im Ausland (Deutschland, Schweiz, Frankreich und England) schenkte einige tausend Blätter seinem Freund und Wanderkollegen Dr. Camillo Tirozzo, Arzt in Riva Valdobbia. In der Folge gingen diese durch Erbschaft an dessen Sohn Pier Ugo Tirozzo di Fobello über und die Sammlung wurde auf testamentarischem Weg zusammen mit einem Wohnhaus und typischen Kleidern aus Fobello, mit der Bedingung, daraus ein Museum zu machen dem Cai (Italienischer Alpinclub) von Varallo überschrieben. Nach ihrer Eröffnung in den letzten Jahren wurde die Bäckerei “Vulaiga”, die viele Geschäfte im ganzen Tal beliefert, zu einem Fixpunkt für all jene, die gerne vollkommen biologisches und kunstvoll von Hand hergestelltes Brot essen.
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